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Der Abgrund der eigenen Einsamkeit – Bataille und Gemeinschaft

Beriah_Fluss

„Ohne Titel“ von Yves,  lizensiert unter CC BY-NC-SA 4.0.

In diesem Beitrag schildere und ergänze ich meine Erfahrungen zu Gemeinschaft und Community Building mit den Ideen des französischen Philosophen Georges Bataille (1897-1962). Das Lesen von Bataille war für mich neuartig, aufregend, inspirierend und ich habe Lust, dies zu teilen. Im Folgenden werde ich mich folgenden Fragen zur Gemeinschaft widmen:

  • Wo endet die Erkenntnis des Einzelnen? Welche Rolle spielt die Akzeptanz des Nichtwissens.
  • Mit welcher Brille schaue ich auf die Welt? Welche Zugangsstörungen liegen zwischen Mir und den Anderen? Wen schließe ich ein und wen schließe ich aus?
  • Was ist der Unterschied zwischen starker Kommunikation und schwacher Kommunikation?
  • Gibt es jenseits der „Immunisierungstendenz“, dem individuellen und kollektiven Panzern und Rüsten Alternativen? Was versteht Bataille unter „energetische Überladung“?
  • Ist es unmöglich, der Einsamkeit zu entfliehen? Was versteht Bataille unter Gemeinschaft? Wie kann ich mich mit anderen Menschen verbinden?

Ich fand einen guten Einstieg zu Batailles Ideen zu Gemeinschaft in Roberto Espositos Schrift Communitas. Ursprung und Wege der Gemeinschaft. Ich werde im Folgenden Teile aus dieser Schrift vorstellen und mich dann den gerade genannten Fragen widmen.

Das absolute Nichtwissen und der Fall

Bataille wirkte vor Allem Anfang und Mitte des 20. Jahrhunderts in Frankreich. Bezüglich Gemeinschaft ging es ihm einerseits um die Sicherung der gesellschaftlich positiven Effekte von Gemeinschaft ohne jedoch auf überholte Traditionsbezüge zurück greifen zu müssen und andererseits geht es ihm um die Entwicklung von Gegenmodellen (zu den problematischen, d.h. vor allem faschistischen)  Gemeinschaftsbewegungen (Rosa 2010, 155). Er suchte nach einer Idee von Gemeinschaft – ohne Ausschluss und Sündenböcke. Schließlich versucht er Gemeinschaft als das zu begreifen, was zwischen den Einzelnen ist. Nicht auf das, was Individuen einzeln oder gemeinschaftlich sind, sondern auf das, was zwischen Ihnen liegt. Das Teilen des Unvermögens, Gemeinschaft zu bilden, da sie einerseits schon ist, andererseits „nur“ zwischen Individuen liegt, kann dementsprechend als Wesen der Gemeinschaft begriffen werden. Daraus folgte die politische Forderung der Anerkennung der Unvollendbarkeit von Gemeinschaften und die Hervorhebung der Wichtigkeit der Differenz.

Esposito kennzeichnet Martin Heideggers (1889-1976) Philosophie als Philosophie des Endes und als Ende der Philosophie. An jenem Rand der Enden steht nun, nach Esposito, Bataille (Esposito 2004, 167). Die Beziehung zwischen Heidegger und Batailles ist nach Esposito nicht einfach zu charakterisieren. Sie unterscheiden sich nach Esposito stark, hier die „kalte heideggersche Ontologie“, dort die Baitaillesche „glühende Anthropologie“; hier die „systematische Weisheit eines Werkes, das für die Nachwelt geschrieben worden ist“, dort „fragmentarischer Charakter von Texten ohne Adressaten und fast ohne Autor“ (Esposito 2004, 168). Es sind also zwei sehr unterschiedliche Philosophen, dennoch teilen sie ein starkes Interesse: das Interesse am Ende der Philosophie. Daszu schreibt Heidegger: „Das Ende der Philosophie ist der Ort, dasjenige, worin sich das Ganze ihrer Geschichte in seine äußerste Möglichkeit versammelt. Ende als Vollendung meint diese Versammlung“ (Esposito 2004, 169). Bataille überschreitet Heidegger, da er die Dialektik von Ursprung und Vollendung, Verlust und Wiederkehr, aufbricht. Er verortet Heidegger, der letztlich immer wieder an den vermeintlichen griechischen Ursprung anküpft, überschreitet und wiederbelebt, als letztes Glied der Kette der abendländischen Philosophie. Bataille sucht einen Absprung und bricht mit dieser Kette. Er kehrt sich ab von der Vorstellung eines bekannten Wissens, dass sich progressiv ausweitet gegen das Unbekannte und beharrt auf die Existenz des Nichtwissens (Cgl. 172). Dieses Nichtwissen ist ein blinder Fleck Heideggers, es ist nicht konzeptualisierbar, es ist die „Behauptung der radikalen Negation, die nichts mehr zu negieren hat“ (ebd.). Batailles Ausdruck dafür ist die „innere Erfahrung“ (ebd.). Damit meint Bataille weder die experience Rousseaus noch das phänomenologische Erlebnis (Vgl. Esposito 2004, 173) oder die hegelsche Erfahrung (Vgl. Esposito 2004, 174). Es ist die Erfahrung von einem Punkt im Leben, an dem selbiges im Rückzug ist; extrem und unerwartet. Mit Rückgriff auf Maurice Blanchot, Walter Benjamin und Michel Foucault weist Esposito in seiner Bataille-Heidegger Rezeption darauf hin, dass dieser Punkt einem Fall gleiche, und gerade doch dieser Fall nicht für ein Subjekt herstellbar oder erfahrbar sei. Das Subjekt löst sich auf in diesem Fall und Bataille verortet in diesem Punkt das „Epizentrum des Nichtwisses“. Dem Wissen entgeht: die Gemeinschaft.

Zwei Dinge daraus sprechen mich besonders an. Einerseits das Nichtwissen, andererseits der Fall als Punkt im Leben, „an dem selbiges im Rückzug ist“. Die Erkenntnis meines absoluten Nichtwissens in einigen Bereichen meines Lebens und in der Welt, fällt mir schwer. Es macht mir Angst, ohne Übersicht und Kontrolle fühle ich mich schwach, ohnmächtig und verletzlich. Im Community Building Process bin ich (und die Gruppe) damit im Übergang von Chaos zu Leere konfrontiert.

Scott Peck hat in seiner langjährigen Forschung in und über Gruppen folgende typische Vermeidungsmechanismen beim Übergang zwischen Chaos und Leere gefunden:

  • Flucht in Organisation (z.B. Gruppengröße-Reduktion, Gruppenspiele) (Peck 2007, 110)
  • Flucht vor emotionalem Schmerz der Gruppenteilnehmer_innen (Peck 2007, 110)
  • Kampf (Bekehren, „Heilen“, Predigen) (Peck 2007, 113)
  • Paarbildung (Ausschluss der Anderen durch Paare oder Blöcke) (Peck 2007, 114)
  • Abhängigkeit (zwischen Anleiter_innen und Angeleiteten) (Peck 2007, 116f)

Nach meinem Verständnis und meiner Erfahrung kann erst das Anerkennen meines absoluten Nichtwissens den Raum frei machen, für eine nächste Phase. Dieser Moment ist für alle Teilnehmer_innen am CB-Prozess und für die Gemeinschaftsbildungsanleiter wichtig (Ebenso für Menschen in Langzeitgemeinschaften). Peck schreibt dazu: „Ihr müsst willens und fähig sein, für die Gruppe zu sterben“ (Peck 2007, 117).

Ich habe die oben genannten Vermeidungsmechanismen in der Gruppe erlebt und ebenso mich selbst mit jeder dieser Strategien. Als ich kämpfte, predigte, bekehrte nahm ich freilich an, ich würde dem Anderen helfen mit meinen Ratschlägen; wenn ich mich unwohl und deplaziert fühlte in einer Runde von Niedergeschlagenen und vorschlug, zu pausieren oder zu planen, dann bemerkte ich nicht, dass ich floh, um die schweren Gefühle nicht aushalten zu müssen.

In beiden Fällen wurde ich früher oder später konfrontiert von meinen Mitmenschen und fiel dann darauf in die Leere.

Solange ich mich nicht selbst leer mache, solange ich nicht los lasse, bleibe ich letztlich unverbunden. In einigen Fällen ist der Übergang in einem CB-Prozeß sehr bewußt geschehen. War ich erst gestört und genervt von einem anderen Menschen im Kreis, so fühlte ich, dass ich kurz daruf mit ihm in Verbindung war, in Liebe. Kurz darauf wandelte es sich bereits wieder. Manche Beiträge im Kreis öffneten den Raum, andere schlossen ihn. Ich stehe für mich allein und ich stehe in direkter Verbindung mit allen Menschen im Kreis. So ist der Fall kein individueller, sondern ein gemeinschaftlicher.

Starke und schwache Kommunikation

Bataille schreibt zu der Notwendigkeit der Einsicht in die Begrenztheit des eigenen Wissens: „Während das Wissen jeden Riß zu flicken versucht, besteht das Nichtwissen darin, die Öffnung, die wir schon sind, offen zu halten. Die Wunde in und von unserer Existenz nicht zu verbergen, sondern darzubieten“ (Esposito 2004, 177).

Wieder fällt mir die Ähnlichkeit zu Community Building auf. Ich kann mich dann tief verbinden, wo ich meine Verletzungen und Bürden zeige. Doch das macht Angst. Die Wunden aus meiner (unserrer) Geschichte und meines (des) Seins erneut zu öffnen, fordert Mut.

Bei Bataille stehen zwei Zugänge zu Gemeinschaft nebeneinander. Einerseits stimmt er mit Heidegger überein und findet Gemeinschaft bereits vor – sie ist wahr; andererseits geht er davon aus, dass Gemeinschaft nur stattfindet, „wo sie von einen zum anderen übergeht“ (Esposito 2004, 179). Ist Gemeinschaft immer bereits existent oder nur da, wo der „Übergang von einem zum Anderen stattfindet?“ (Esposito 2004, 179). Die Lösung findet Bataille in einem Bild eines dynamischen Prozesses, in dem Menschen stets nach Gemeinschaft und dem Wahren ihrer Grenzen begehren. Begehren und Abschotten als grundlegende konfligierende menschliche Impulse, die ihn seit und durch die Geburt begleiten. Das Begehren nach Rückkehr in die Grenzenlose Gemeinschaft und die Angst vor dieser Selbstab- oder -aufgabe gehen Hand in Hand (Esposito 2004, 180). Endlich findet im Tod jeder sein Ende.

Die kleineren Erfahrungen von Selbstverlust – „das Lachen, der Sex, das Blut“ – sind Momente, in denen wir aus uns heraustreten. Nun „reicht“ es jedoch nicht, dass ein Mensch aus sich heraustritt; Gemeinschaft ergibt sich nach Bataille nur da, wo alle Mitspieler etwas riskieren, sich über den Abgrund beugen. Dann ist „starke Kommunikation“ möglich, das wechseitige ineinander spiegeln, jenem Unergründlichen ausliefern, das ihre ‚letzte Instanz‘ ist. Bataille setzt dies in Kontrast zur „schwachen Kommunikation“ auf „Grundlage der Profangesellschaft“. Das nehme ich als Abgrenzung zur Pseudogemeinschaft wahr. Bataille schreibt zur „starken Kommunikation“: „Die Kommunikation findet nur zwischen zwei Wesen, die sich aufs Spiel setzten, statt – beide zerrissen, schweben, gebeugt über ihr eigenes Nichts“ (Bataille 1973, 44f).

Die Erfahrung des Todes des Anderen als auch die Unmöglichkeit unsere je eigene äußerste Erfahrung – die des Todes – zu teilen; ist uns Menschen gemein. Was möglich ist, ist die Einsamkeit darüber zu teilen. Gemeinschaft also als Ort, die Einsamkeit zu teilen. Wo Menschen sich trauen, sich sehr verletzlich zu machen, sich selbst zu verlieren.

Nach Bataille ist das Begehren des Menschen nach grenzenloser Gemeinschaft und Auflösung des Egos so stark, dass es immer wieder gleich einem unter das Wasser gedrückten Ball, aufsteigt: „Wir können [..] auf das (selbst schmerzliche, herzzereißende) Wiedererscheinen des Augenblicks nicht verzichten, in dem sich ihre Unergründlichkeit den Bewusstseinswesen enthüllt, die sich grenzenlos vereinen und sich wechselseitig durchdringen“ (Bataille 1987, 181f.)

Immunisierungsprozeß vs. energetische Überschreitung

Batailles fordert vom Menschen, sich den Anderen, dem Leben und dem Tod zu geben und findet in Nietzsche einen Verbündeten, insofern als er der Denker war, der zuerst gelehrt hat, sich nicht „ganz zu wollen“ und sich nicht „immer zu wollen“ (Esposito 2004, 186). Batailles wendet sich mit Nietzsche an jenen Menschen, „der nichts zurückhält in einem „Willen zum Verlust“ des Ganzen, der mit dem Nichtwissen Batailles übereinstimmt: „ich spreche von jenem Diskurs, in dem das Denken, das an die Grenzen des Denken getrieben wird, das Opfer oder den Tod des Denkens verlangt. Das ist meines Erachtens der Sinn von Nietzsches Werk und Leben“ (Esposito 2004, 186).

An dieser Stelle bemerke ich mein Zögern, auch eine kritische Stimme, die Sorge hat vor einer Übertragung dieser Opfer- und Todes-Forderung auf größere Gruppen von Menschen. Oft genug wurde im Kontext einer Philosophie der Gemeinschaft Opfer und Tod zugunsten eines größeren Kollektives gefordert, und oft folgte Unheil daraus. Nietzsche und Heidegger haben beide ihren gehörigen Anteil daran, von den Nazis aufgegriffen und instrumentalisert worden zu sein. Dennoch kann ich mit beiden oben genannten Forderungen in Bezug auf Gemeinschaft, wie sie in diesem Beitrag gefasst wird, viel anfangen. Es macht mit Angst und ich habe Sorge vor Missbrauch und andererseits halte ich es für sehr wichtig für die Bildung von Gemeinschaft: Das Eingestehen des Nichtwissens, das Loslassen der eigenen Überzeugungen und letztlich das Opfer des eigenen Egos – alles Formen des Willens zum Verlust. Ist es möglich, Gemeinschaft anders zu bilden, eine sichere, geschützte Variante der Gemeinschaftsbildung zu finden?

Die menschliche Suche nach Sicherheit steht nach Bataille im Konflikt mit der Sehnsucht nach grenzenloser Gemeinschaft. Diese Suche nach dem Wahren meiner Grenzen ist eingelassen in einer Geschichte eines Immunisierungsprozesses. Die Geschichte der Menschheit hinterlässt Bilder und Vorbilder für den Abwägungsprozess und das Ausbalancieren unserer Grundbedürfnisse, darin das erwähnte Abschotten/Aufgehen zur Gemeinschaft. Philosophiegeschichtlich findet Bataille einen großen Bruch in dem philosophischen Werk von Thomas Hobbes (1588-1667). Er beschreibt Hobbes als „konsequenteste[n] Verfechter einer Immunisierung [..], die das individuelle Überleben garantieren sollte; wenn er deswegen – im Namen der Todesfurcht – ohne Bedenken die Zerstörung nicht nur jeder Gemeinschaft, die nicht mit dem Staat übereinsstimmt, sondern auch der Idee der menschlichen Gemeinschaft selbst theoretisch befürwortet“ (Esposito 2009, 184).

Gegen diese extreme, sicherheitssuchende Position stellt Esposito die Position Batailles. Er verfasst am Ende seines Werkes Communitas eine Kampfansage gegen Hobbes‘ Position, die ich so lyrisch und aufregend finde, dass ich sie abschließend in Gänze zitieren will:

„Entgegen der Zwangsvorstellung einer conservatio vitae, die so weit getrieben wird, daß ihr jedes Gut geopfert wird, erkennt er [Bataille] den Höhepunkt des Lebens in einem Exzeß, der es kontinuierlich an der Linie des Todes entlangführt. Entgegen der hyperrealen Konstrultion, die auf die Anhäufung aller verfügbaren Mittel zugunsten der zukünftigen Sicherheit ausgerichtet ist, taucht er jede projektive Vorausschau in ein Nichtwissen ein, das gänzlich vom Strudel der Gegenwart verschlungen wird. Entgegen dem präventivem Verzicht auf jede Berührung mit dem Anderen, welche die Kompaktheit des Individuums bedrohen könnte, sucht er die Gemeinschaft in der Ansteckung, die von der Verletzung der individuellen Grenzen und der gegenseitigen Entzündung der Wunden hervorgerufen wird: ‚Ich schlage vor, es als ein Gesetz anzusehen, daß die Menschen nur durch Risse und Wunden verbunden sind: dieser Gedanke kann für sich eine gewisse logische Kraft beanspruchen. Wenn sich Elemente mit dem Ziel verbinden, ein Ganzes zu bilden, geschieht dies um so leichter, wenn jeder durch einen Riß in seiner Integrität einen Teil seines Seins zugunsten eines kommunialen Seins einbüßt’“ (Esposito 2004, 184 u. Bataille 1995, 808).

Literatur:

Batailles, George: Die Literatur und das Böse. München 1987

Batailles, Georges: Le Collège de Sociologie, In: Hollier, Dennis (Hg.): Le Collège de Sociologie (1937-1939). Paris 1995

Batailles, George: Sur Nietzsche. In: Oeuvres Complètes, Bd. VI. Paris 1973

Esposito, Roberto. Communitas. Ursprung und Wege der Gemeinschaft. Berlin 2004

Peck, Scott: Gemeinschaftsbildung. Der Weg zur authentischen Gemeinschaft. Bandau 2007

Rosa, Hartmut / Gertenbach, Lars  / Laux, Henning u.a.: Theorien der Gemeinschaft zur Einführung. Hamburg 2010

Stefan Leisner

2 Comments

  1. Auch wenn mich das tiefe Verstricken in die Vielheit wissenschaftlicher Philosophie schnell überfordert, hilft mir das mystische Wissen der Weisheitskulturen wieder, daraus mit Erkenntnis herauszufinden. Der Versuch Metaphysik mit dem Verstand und dem wissenschaftlichen Denken fassbar zu machen überfordert beide so wie sie in sich ist, unendlich vielschichtig oder allumfassend.
    Deshalb freut mich die Überleitung am Ende dieser Betrachtungen, hin zum Nichtwissen. Das Geschenk des Verstehens wurde in der Geschichte der Wissenschaften, allen Forschern immer dann zu teil wenn sie aufgaben und damit der In-spiration Raum lassen mussten. Wissen entsteht somit durch Hingabe an eigentliches Nichtwissen.
    Dies fordern geradezu alle Weisheitslehren ebenso.
    Und dabei sind wir bei Peck, der uns den Weg zeigt heraus aus unserem Zu-wissen-glauben mit Hilfe des Zulassens und gemeinsamen Gehen in ein gegenseitig beobachtbares Chaos, fast ausversehen in die Leere von allen Glaubenssätzen zu gelangen. So das Nichtwissen anzunehmen und in ein Sehen zu treten, das man auch vom Licht der Alliebe sprechen kann dabei.
    Wir kommen vom dem Wissen der Glaubenssätze ebenso frei, wie von blindem Glauben und treten ein in Gewissheit. Gewissheit über unsere absolute Verbundenheit in einem Punkte nämlich, unserer ebenso absoluten Individualität.
    Wir sind darin alle vollkommen gleich, das keiner dem anderen vollkommen gleicht. Jeder von uns ist ganz in-divi-duell. Das verbindet uns zugleich mit dem Geist, aus dem alles ex-istiert – absolute Individualität. Darum sagte Jesus „wisset ihr nicht, dass ihr Götter seid“

    Wir dürfen um Peck gerecht zu werden und der Tiefe von CB keinen Abbruch zu tun nicht künstlich versuchen dem Ganzen einen atheistisch, materialistischen Kontext zu verpassen. Das wird letztlich in die Irre führen und der natürliche Wirksamkeit des CB schweren Schaden zufügen.

    Was ich in diesem Beitrag sehr gefällt ist der Hinweis auf eine symbolische „Todesnähe“ an dessen Rande wir uns in Gemeinschaft begeben. Der Tod des Ego in der Leere …
    Dies spüren wir intuitiv und vermeiden entweder ganz den Kontakt zu jedweden Formen von CB oder fahren diverse Strategien wie sie hier ja beschrieben sind. Ich selber kenne sie bestens von mir,dass niemend glauben möge es meiner Betrachtung wegen mit einem zu tun zu haben, der hier „drüber“ stünde 😉

  2. Sind mir doch Ausdrucksfehler unterlaufen – hoffe ich aber mich doch verständlich machen zu können – entschuldigt mir dies bitte 🙂

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